sind in den betreffenden Lösungen resistent und werden deshalb während des elektrochemischen Prozesses selbst nicht angegriffen oder gar aufgelöst.
Neben Elektroden aus metallischem Platin (Folien, Platten, etc.) werden bevorzugt Anoden aus gitterförmigem Streckmetall (z. B. auf Basis Titan) mit Platingruppenmetallen beschichtet.
Einfache Elektrolysesysteme setzen häufig Elektroden nur mit Platinbeschichtung ein (z. B. im Korrosionsschutz, für wässrige Lösungen im kathodischen Einsatz, in der Analytik und teils Galvanotechnik) .
Industrielle Verfahren in besonders aggressiven Medien oder für stark oxidative Produkte (z. B die Wasserelektrolyse zur Sauerstoffherstellung oder die großtechnische "Chlor-Alkali-Elektrolyse" zur gekoppelten Herstellung von Chlorgas und Natronlauge) nutzen mit Iridium- und Rutheniumoxiden beschichtete Anoden, sog. "DSA" (= dimensionsstabile Anoden). Die Beschichtung verbessert sowohl die elektrischen Eigenschaften der Anode als auch deren Resistenz gegen Passivierung und Abnutzung.
Edelmetallverbindungen werden dabei meist als Lösung aufgetragen, pyrolytisch zersetzt und dabei haftfest mit dem Untergrundmaterial verbunden.
Edelmetallchemikalien von Heraeus zur Anodenbeschichtung sind u. a.:
• Dihydrogen-hexachloroplatinat(IV)-Hydrat, H2[PtCl6]•nH2O ("CPA")
• Natrium-hexahydroxoplatinat(IV), Na2[Pt(OH)6]
• Kalium-hexahydroxoplatinat(IV), K2[Pt(OH)6]
• Dihydrogen-hexahydroxoplatinat(IV), H2[Pt(OH)6]
• Bis(acetylacetonato)platin(II), [Pt(acac)2]
• cis-Diammindinitritoplatin(II)-Lösung, cis-[Pt(NO2)2(NH3)2]
• Dihydrogen-hexachloroiridat(IV)-Lösung, H2[IrCl6]
• Ruthenium(III)-chlorid-Hydrat, RuCl3•nH2O
• Iridium(III)-chlorid-Hydrat, IrCl3•nH2O
• Iridium(IV)-chlorid-Hydrat, IrCl4•nH2O